Irak-Krieg: Alles halb so schlimm?

Greift nun – angesichts geschleifter Statuen und verstaendlicher Erleichterung der Iraki, welche das Ende der Bombardierungen naeher kommen sehen – die Meinung um sich, der Irak-Krieg sei eigentlich gar nicht so schlimm gewesen, wohl gar gerechtfertigt? Das waere allerdings fatal! Erinnern wir uns an die Begruendung zum Krieg: Massenvernichtungswaffen Saddams bedrohten nicht nur die umliegenden Staaten, sondern direkt die USA. Gefunden worden oder gar eingesetzt worden sind davon keine.

Die Opfer allerdings, nach den zusammengetragenen und sorgfaeltig ausgewerteten Berichterstattung ueber tausend Zivilpersonen, sie bleiben tot. Tausende von verletzten und verstuemmelten Menschen koennen nun ihre neue Freiheit geniessen. Und schliesslich mussten Tausende von Irakischen Soldaten sterben, die wohl die meisten nicht aus innerer Ueberzeugung das Regime Saddams verteidigt haben…

Dieser Krieg hat, und Hans Blix hat dies aus meiner Sicht treffend festgehalten, vor allem ein Signal gesetzt. Wer tatsaechlich ueber keine Massenvernichtungswaffen verfuegt, hat gegen die hegemonialen Bestrebungen des US-Imperiums keine Chance.