Billige Stimmungsmache bei der Letzigrund-Abstimmung

Der Tages-Anzeiger macht Stimmung. Zwei Mal sind im Vorfeld der Abstimmung über die Baurechtsverträge am Letzigraben Bilder gezeigt worden, die den Eindruck erwecken, ohne ein Ja am 27. November würden die Wohnhochhäuser verlottern. Die Fakten zeigen, dass die suggestiven Bilder nicht die Wahrheit erzählen.

Wie der heutige Vermieter der Liegenschaft an der Veranstaltung vom 8. November zur städtischen Wohnbaupolitik erklärt hat, kostet die vorgesehene Fassadensanierung 2 Millionen Franken. Im Erneuerungstopf liegen dafür bereits 1,3 Millionen Franken bereit und jedes Jahr werden aus den laufenden Mieteinnahmen zusätzlich 270’000 Franken in den Heimfall- und den Erneuerungsfonds eingelegt. Nach all diesen Abschreibungen hat die Hochhaus- und Immobilien AG, der die Häuser gehören, gemäss Steuerausweis in den Jahren 2000 bis 2003 immer noch zwischen 330’000 und 410’000 Franken Reingewinn versteuert.

Dass da nicht genug Geld für eine Fassadensanierung vorhanden sein soll, ist ein Märchen, mit dem die Leute dazu bewegt werden sollen, Ja zu stimmen.