Landgrabbing: Finanzmärkte & Konzerne auf dem Weg zum Kolonialismus 2.0

Ist fruchtbares Land der Rohstoff der Zukunft? Auch Schweizer Konzerne folgen jedenfalls der Devise “Food is the new Oil. Land is the new gold” wie der Tages-Anzeiger schon 2010 berichtete: Glencore bewirtschaftet in Ländern wie Paraguay, der Ukraine oder Kasachstan insgesamt 300’000 Hektaren gekauftes oder gepachtetes Land (das entspricht etwa der Fläche des Kanton Waadt). Und die Firma Addax Bioenergy in Genfmachte in Sierra Leone mit dem grössten im Land je abgeschlossenen Agroinvestment Schlagzeilen: Addax pachtet für 50 Jahre das Recht, auf 10’000 Hektaren Land Zuckerrohr anzubauen, um dieses dann in Form von Agrotreibstoff nach Europa zu exportieren. Dies in einem Land, wie Entwicklungshelfer monieren, in dem viele Menschen an Mangelernährung leiden.

 

 

 

 

 

Darum stelle ich dem Bundesrat am nächsten Montag in der Fragestunde die Frage, wie er sich für verbindlichere internationale Richtlinien gegen Landgrabbing einsetzen will, wie dies auch das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) befürworten würde.

Mehr zum Thema Landgrabbing findet sich im Dossier von alliance sud