Mikroplastik verbieten: Warum?

Mit meiner Motion 14.3255 fordere ich ein Verbot von Mikroplastik in Körperpflegeprodukten. Hier ein Interview dazu.

Als primäres Mikroplastik werden sogenannte Kunststoffpellets bezeichnet, die von der Industrie zur Weiterverarbeitung hergestellt werden. Feines Plastikgranulat findet Anwendung in der Kosmetikproduktion. Zu finden sind sie in Peelings, als Massageperlen in Duschgelen sowie in Zahnpasten. Derzeit ist eine Filterung in Klärwerken noch nicht möglich, wodurch das Mikroplastik aus den Haushalten ungehindert in das Meer gelangt.

Aufgrund seiner wasserabweisenden der Oberfläche zieht Mikroplastik Schadstoffe an und lagert diese an Oberfläche ab. Die Partikel werden dann samt Schadstoffen von den Meeresorganismen aufgenommen: Mikroplastik wurde in Seehunden, Fischen, Muscheln und kleineren Organismen nachgewiesen, die es mit ihrer Nahrung aufnehmen. In der Nahrungskette reichern sich diese Schadstoffe also dann weiter an.

Es gibt ökologisch abbaubare und umweltverträgliche Alternativen. Darum ist ein Verbot unproblematisch, sinnvoll, und viel günstiger als eine allenfalls in Zukunft mögliche teuere Aufrüstung aller Kläranlagen.