LIVE: Zukunft der Arbeit

Das Gottlieb Duttweiler Institut widmet seine Veranstaltung am 4. Mai 2016 dem Thema Arbeit und somit der Frage, wer wem welche Löhne in Zukunft zahlen wird.

Das Thema interessiert gerade im Vorfeld der Abstimmung zum Grundeinkommen. Deshalb möchte ich meine Blog-Leser/innen an der Tagung teilhaben lassen und hier zu den Keynotes und Podiumsgesprächen live bloggen. Ältere Beiträge von mir zum Thema Grundeinkommen finden sich natürlich auf meiner Website auch.

Der Liveblog beginnt hier am 4. Mai ca. um 9:30h.

Balthasar Glättli 04.05.201617:27

Leider muss ich jetzt die Tagung verlassen, für ein Podium… zum Thema Grundeinkommen. Ziemlich gut vorbereitet 😉
Wer kommen mag, hier die Beschreibung:

Am Mittwoch, 04. Mai 2016 geht das Politpodium von Vimentis in die vierte Runde. Dieses Mal werden sich fünf bekannte Schweizer Politiker zu der Initiative „bedingungsloses Grundeinkommen“ eine spannende Diskussion liefern. Als Mitglied des Initiativkomitees wird Oswald Sigg die Gründe für die Lancierung der Initiative kommunizieren und sich zusammen mit Yvonne Feri von der SP für eine Annahme stark machen. Doris Fiala von der FDP wird an der Seite von Thomas Weibel von der GLP darlegen, wieso sie sich gegen die Initiative ausspricht und welche Folgen eine Annahme für die Schweizer Bevölkerung haben wird. Balthasar Glättli von der Grünen Partei Schweiz erklärt, wieso er sich für ein bedingungsloses Grundeinkommen einsetzt, die Initiative aber ablehnt. Es ist somit anzunehmen, dass selbst innerhalb des Pro- und Kontralagers abweichende Meinungen vertreten sein werden. Die Diskussion wird vom erfahrenen Moderator Marc Friedli (ehemaliger SRF Redaktor) geleitet werden. Das Politpodium findet am 04. Mai 2016 um 19.30 Uhr im Audimax (09-010) der Universität St. Gallen statt. Seien Sie dabei und bilden Sie sich Ihre Meinung über ein bedingungsloses Grundeinkommen in der Schweiz. Nach dem Podium haben Sie zudem die Möglichkeit Fragen an die eingeladenen Gäste zu stellen und so noch mehr über die Initiative zu erfahren.

Wer weiter live dabei sein will, verfolgt auf Twitter den Hashtag fow (Future of work) oder den Live-Videofeed:



Balthasar Glättli 04.05.201617:26

Leider muss ich jetzt die Tagung verlassen, für ein Podium… zum Thema Grundeinkommen. Ziemlich gut vorbereitet 😉
Wer kommen mag, hier die Beschreibung:

Am Mittwoch, 04. Mai 2016 geht das Politpodium von Vimentis in die vierte Runde. Dieses Mal werden sich fünf bekannte Schweizer Politiker zu der Initiative „bedingungsloses Grundeinkommen“ eine spannende Diskussion liefern. Als Mitglied des Initiativkomitees wird Oswald Sigg die Gründe für die Lancierung der Initiative kommunizieren und sich zusammen mit Yvonne Feri von der SP für eine Annahme stark machen. Doris Fiala von der FDP wird an der Seite von Thomas Weibel von der GLP darlegen, wieso sie sich gegen die Initiative ausspricht und welche Folgen eine Annahme für die Schweizer Bevölkerung haben wird. Balthasar Glättli von der Grünen Partei Schweiz erklärt, wieso er sich für ein bedingungsloses Grundeinkommen einsetzt, die Initiative aber ablehnt. Es ist somit anzunehmen, dass selbst innerhalb des Pro- und Kontralagers abweichende Meinungen vertreten sein werden. Die Diskussion wird vom erfahrenen Moderator Marc Friedli (ehemaliger SRF Redaktor) geleitet werden. Das Politpodium findet am 04. Mai 2016 um 19.30 Uhr im Audimax (09-010) der Universität St. Gallen statt. Seien Sie dabei und bilden Sie sich Ihre Meinung über ein bedingungsloses Grundeinkommen in der Schweiz. Nach dem Podium haben Sie zudem die Möglichkeit Fragen an die eingeladenen Gäste zu stellen und so noch mehr über die Initiative zu erfahren.

Wer weiter live dabei sein will, verfolgt auf Twitter den Hashtag fow (Future of work) oder den Live-Videofeed:



Balthasar Glättli 04.05.201616:51

Balthasar Glättli 04.05.201616:50

Stern: Es braucht zwingend Arbeiter-Organisationen auch in der Zukunft. Die Frage ist, ob sich die traditionellen Gewerkschaften dorthin transformieren können, oder ob das neue Organisationen sind… im Moment würde ich hier die Fragen,

Alleva: Es gibt schon Veränderungen… vor 20 Jahren wollte der Gewerkschaftsbund noch die Temporärarbeiten verbieten. Seit vier Jahren nun organisieren wir ganz offiziell die Temporärarbeiter und diese haben sogar einen GAV.
Balthasar Glättli 04.05.201616:46

Publikumsfrage: es wird eine neue Ungleichheit geben zwischen den Arbeitsbesitzenden und den nicht-Arbeitsbesitzenden. Schaffen es die Gewerkschaften, nicht nur die Arbeitsbesitzenden zu vertreten, das ist die Frage!

Balthasar Glättli 04.05.201616:44

Braucht es noch Gewerkschaften, wenn jeder sein eigener Beschäftigter ist – und es ein BGE gibt?

Alleva findet: es braucht die Organisation, um dafür zu kämpfen, dass der technologische Fortschritt allen zugute kommt. Eine Gefahr wäre auch, wenn die Arbeitenden gegen die nicht (mehr) Arbeitenden ausgespielt werden.

Stern: Man wird sich immer organisieren müssen. Wer die Macht hat, gibt diese nicht freiwillig ab… da hilft es nur, sich zu organisieren. Die Frage ist, ob die Gewerkschaften noch gleich aussehen werden.

Balthasar Glättli 04.05.201616:44

Braucht es noch Gewerkschaften, wenn jeder sein eigener Beschäftigter ist – und es ein BGE gibt?

Alleva findet: es braucht die Organisation, um dafür zu kämpfen, dass der technologische Fortschritt allen zugute kommt. Eine Gefahr wäre auch, wenn die Arbeitenden gegen die nicht (mehr) Arbeitenden ausgespielt werden.

Stern: Man wird sich immer organisieren müssen. Wer die Macht hat, gibt diese nicht freiwillig ab… da hilft es nur, sich zu organisieren. Die Frage ist, ob die Gewerkschaften noch gleich aussehen werden.

Balthasar Glättli 04.05.201616:42

Braucht es noch Gewerkschaften, wenn jeder sein eigener Beschäftigter ist – und es ein BGE gibt?

Alleva findet: es braucht die Organisation, um dafür zu kämpfen, dass der technologische Fortschritt allen zugute kommt. Eine Gefahr wäre auch, wenn die Arbeitenden gegen die nicht (mehr) Arbeitenden ausgespielt werden.

Stern: Man wird sich immer organisieren müssen. Wer die Macht hat, gibt diese nicht freiwillig ab… da hilft es nur, sich zu organisieren. Die Frage ob die Gewerkschaften noch gleich aussehen werden.

Balthasar Glättli 04.05.201616:40

Warren: wir haben JETZT eine Krise, die Arbeitslosigkeit der Schwarzen ist doppelt so hoch wie die der Weissen, wir brauchen ein BGE jetzt, um die aktuelle Krise zu adressieren – nicht erst dann, wenn die Roboter und künstliche Intelligenz noch mehr Erwerbs-Arbeit wegfrisst.

Aber wir brauchen mehr. Und ich glaube auch, ein BGE würde allen nützen – auch wenn es nicht alle Probleme löst.
Balthasar Glättli 04.05.201616:37

Dorian Warren verweist auf die Kohleminen, in welche die Arbeiter Kanarienvögel mitnahmen, welche bei Gasaustritten starben – und es war noch genug Zeit für die Arbeiter, sich in Sicherheit zu bringen – und schliesst: “Black peoples are the miners canary of the american society:”

Balthasar Glättli 04.05.201616:33

Nun spricht Nell Abernathy, die mit Stigliz zum Thema Ungleichheit publiziert hat.

Was ist das Problem, das wir lösen müssen? Wirtschaftliche Sicherheit: Da hilft BGE.
Monopolmacht der grossen Plattformen: da bringt das BGE nicht die Lösung. Ich glaube aber auch nicht an die Silver Bullet, die Einzelmassnahme, welche alle Probleme auf einen Schlag löst!
Balthasar Glättli 04.05.201616:32

Nun spricht Nell Abernathy, die mit Stigliz zum Thema Ungleichheit publiziert hat.

Was ist das Problem, das wir lösen müssen? Wirtschaftliche Sicherheit: Da hilft BGE.
Monopolmacht der grossen Plattformen: da bringt das BGE nicht die Lösung. Ich glaube aber auch nicht an die Silver Bullet, die Einzelmassnahme, welche alle Probleme auf einen Schlag löst!
Balthasar Glättli 04.05.201616:30

Nun spricht Nell Abernathy, die mit Stigliz zum Thema Ungleichheit publiziert hat.

Was ist das Problem, das wir lösen müssen? Wirtschaftliche Sicherheit: Da hilft BGE.
Monopolmacht der grossen Plattformen: da bringt das BGE nicht die Lösung.
Balthasar Glättli 04.05.201616:28

Alleva ergänzt auch: die 2’500.- die vorgeschlagen sind als Grundeinkommen ist unter der Armutsgrenze für Einzelpersonen, in Gefahr gebracht werden gleichzeitig die existierenden Sozialversicherungen.

Balthasar Glättli 04.05.201616:27

Vania Alleva (UNIA) rückt in ihrem Input den Kampf für die “Gute Arbeit” und für anständige Arbeitsbedingungen in das Zentrum. Die Frage der Anerkennung ist wichtig für die Menschen. Darauf gibt aber das Grundeinkommen keine Antwort.

Balthasar Glättli 04.05.201616:26

Vania Alleva (UNIA) rückt in ihrem Input den Kampf für die “Gute Arbeit” und für anständige Arbeitsbedingungen in das Zentrum. Die Frage der Anerkennung ist wichtig für die Menschen. Darauf gibt aber das Grundeinkommen keine Antwort.

Balthasar Glättli 04.05.201616:18

Andrew Stern schliesst mit einem klaren Plädoyer für ein bedingungsloses Grundeinkommen, weil dies die dringend nötige Grund-Sicherheit gibt – Give them Bread und Give them Roses too!

“If not now – then when?”

Balthasar Glättli 04.05.201616:17

Wir müssen uns auf die verschiedenen Entwicklungen vorbereiten, mit verschiedenen Szenarien – die Wandel ist zu gross und zu schnell, dass wir nur debattieren können. Sonst werden wir die Welle von Jobzerstörung, welche der Technik-Tsunami mit sich bringt, nicht bewältigen.

Balthasar Glättli 04.05.201616:14

Nun das Gewerkschaftspodium. Inputreferat von Andrew Stern (SEIU Trade Union). Als er geboren wurde, war jeder dritte gewerkschaftlich organisiert. Und als er das SEIU als Präsident verliess, noch jeder sechzehnte. Ein dramatischer Niedergang. Umgekehrt gelang es, mit ObamaCare das Leben von 20 Millionen, also von mehr Menschen positiv zu verändern, als jede gewerkschaftliche Auseinandersetzung sie je verändert hatte. Das brachte ihn zur Einsicht, dass es verschiedene Möglichkeiten zur Einflussnahme gibt. Und gerade die aktuelle Transformation gibt eine solche Gelegenheit – aber auch viele Gefahren.

Wir sprechen immer von selbstfahrenden Autos… aber wenn wir von selbstfahrenden Lastwagen sprechen, dann wären in den USA auf einen Schlag 3.5 Million Lastwagenfahrer arbeitslos.

Balthasar Glättli 04.05.201616:05

Balthasar Glättli 04.05.201615:56

Frage aus dem Publikum: Wenn ich Sie richtig verstanden habe, dann haben Sie immer wieder gesagt, wir haben ein Problem mit dem Geld, mit dem Geld mit dem Geld. Nun gibt es aber Gesellschaften, die ohne Geld funktionieren, zB. die Aborigines oder die Native Americans… sollte man nicht einfach das Geld abschaffen, würde das nicht diese Probleme lösen?

Robert Reich: Yes.
Balthasar Glättli 04.05.201615:52

Reich bringt den unvermeidlichen Hinweis auf den Keynes-Aufsatz “Economic Possibilities for our Grandchildren” (hier: http://www.econ.yale.edu/smith/econ116a/keynes1.pdf )

Balthasar Glättli 04.05.201615:51

Reich: Arbeit hat zwei ganz verschiedene Bedeutungen. Für sie hier im Saal gilt sicher bei den meisten, sie machen ihre Arbeit gerne. Global gesehen sind aber die meisten Menschen in einer anderen Situation. Sie müpssen Arbeit machen, die sie nicht gerne und freiwillig machen.

Balthasar Glättli 04.05.201615:51

Reich: Die On_Demand-Wirtschaft macht unterdessen bereits 20% der “Stellen” aus – das funktioniert aber nur gut für die jüngeren, fitteren, gebildeten. Zweidrittel der US-Amerikaner arbeiten bereits heute Paycheck zu Paycheck. Das einzig sichere sind die Rechnungen. Je länger je weniger aber das Einkommen.

Balthasar Glättli 04.05.201615:48

Reich: Die On_Demand-Wirtschaft macht unterdessen bereits 20% der “Stellen” aus – das funktioniert aber nur gut für die jüngeren, fitteren, gebildeten. Zweidrittel der US-Amerikaner arbeiten bereits heute Paycheck zu Paycheck. Das einzig sichere sind die Rechnungen. Je länger je weniger aber das Einkommen.

Balthasar Glättli 04.05.201615:46

Reich: Ungleichheit ist auch für die Nachfrage kritisch, denn die Top 1% geben nur wenig Geld aus prozentual, die Mittelklasse oder die armen geben viel oder alles Geld aus. Das zweite Problem der Ungleichheit ist politische Instabilität. In unterschiedlicher Art sind Trump wie Sanders Produkte einer massiven Unzufriedenheit.

Balthasar Glättli 04.05.201615:42

Reich: Das mediane Haushalteinkommen in den USA ist unter dem Anfang des Jahrtausends. Faktisch ist momentan weniger direkt der Jobverlust spürbar, sondern die Löhne sinken. Wegen der Automatisierung gehen immer mehr Menschen in den Bereich der (bezahlten) Careeconomy, wodurch dort die Löhne massiv sinken, und die Mittelklasse wird immer kleiner.

Balthasar Glättli 04.05.201615:39

Reich: Wir sollten nicht Neo-Luditen sein, Maschinenstürmer… der Fortschritt bringt viel Positives. Aber wir müssen die Konsequenz immer grösserer Ungleichheit der Einkommen, aber auch der Macht, ansprechen und dies ändern.

Balthasar Glättli 04.05.201615:37

Reich: wir gehen immer davon aus, der freie Markt sei natürlich da – und auf der anderen Seite die (böse) Regierung. Fakt ist: es braucht die Regierung, die Politik, die den Markt mit ihren Regeln erst definiert, und auch definiert, wie man mit positiven und negativen Externatlitäten umgeht. Die zentrale Frage ist: für wen arbeitet die Regierung? Wer hat welche Macht?

Balthasar Glättli 04.05.201615:35

Und nun kommt Robert B. Reich auf die Bühne. Und wer will, kann auch noch den Film Inequality for all anschauen von und mit Robert B. Reich: http://inequalityforall.com/

Balthasar Glättli 04.05.201615:33

Und wie würden die Diskussionsteilnehmenden abstimmen?

Albert Wenger: ich würde JA stimmen, weil es Erwerbsarbeit und die Befriedigung der Grundbedürfnisse entkoppelt.

Betsy Masiello würde sich enthalten.
Robin Chase würde JA stimmen, und sich freuen, wenn man auch anderswo mehr direkte Demokratie hätte.
Natalie Foster legt den Punkt auf die Finanzierung: wir müssen schauen, wie wir die Automationsgewinne besser allen zukommen lassen könnten.
Balthasar Glättli 04.05.201615:30

Natalie Foster: Seit den Siebzigerjahren gehen Produktivitätssteigerung und Löhne auseinander, sprich die Löhne steigen nicht angemessen. Das ist nichts neues, die Plattformökonomie beschleunigt dies einfach. Die Frage, wie wir damit umgehen resp. was die richtige Antwort ist, ist aber zentral.

Später wird es auch Inputs von Gewerkschaften geben, vielleicht finden sich dort dann Antworten.
Balthasar Glättli 04.05.201615:26

Wenger: Die neue Netzwerkökonomie wird nicht alles ersetzen. Not everything will be platformatized. Es wird trotz AirBnB noch Hotels geben, so wie es auch heute noch Kinos gibt. Aber sicher weniger.

Balthasar Glättli 04.05.201615:23

Wenger. Das Grundeinkommen bringt die Verfügung über die Zeit (und auch das Tempo) wieder in die Hände der Menschen zurück. Das ist wichtig – gerade in einer Zeit, die immer schneller und effizienter wird, was ich auch gut finde.

Balthasar Glättli 04.05.201615:21

Balthasar Glättli 04.05.201615:20

Publikumsfrage: gibt es Untersuchungen zu den psychologischen Auswirkungen – und glauben Sie wirklich, dass die Leute von sich aus sechs verschiedene Jobs haben wollen?!!

Foster: 40% der Leute machen uninteressante Jobs, vielleicht wäre es für diese auch erstrebenswert, wenn diese Jobs wegautomatisiert würden?
Matsiello: Alle Umfragen bei unseren Uber-Fahrern zeigen, dass das wichtigste für sie die Möglichkeit ist, frei in der Zeit zu entscheiden, wann sie fahren und wann nicht – im Gegensatz zu ihren vorherigen Jobs zB bei Mac Donalds oder in einer Fabrik.
Balthasar Glättli 04.05.201615:18

Publikumsfrage: gibt es Untersuchungen zu den psychologischen Auswirkungen – und glauben Sie wirklich, dass die Leute von sich aus sechs verschiedene Jobs haben wollen?!!

Foster: 40% der Leute machen uninteressante Jobs, vielleicht wäre es für diese auch erstrebenswert, wenn diese Jobs wegautomatisiert würden?
Matsiello: Alle Umfragen bei unseren Uber-Fahrern zeigen, dass das wichtigste für sie die Möglichkeit ist, frei in der Zeit zu entscheiden, wann sie fahren und wann nicht – im Gegensatz zu ihren vorherigen Jobs zB bei Mac Donalds oder in einer Fabrik.
Balthasar Glättli 04.05.201615:16

Albert Wenger: Automation ist ein wichtiger Faktor für den Fortschritt – aber wir müssen die Leute tatsächlich auch befreien, und wenn man nicht weiss, wie man seine Ausgaben bezahlen soll, dann ist man nicht frei. Nur wer freie Entscheide treffen kann, ist frei.

Allerdings ist ein Grundeinkommen von zB 2500 Franken wie in der Schweiz von den Initianten vorgeschlagen noch nicht die Befreiung…

Balthasar Glättli 04.05.201615:16

Natalie Foster: Wir müssen sowieso die Weltwirtschaft massiv umbauen, bis 2050 in eine Zero Carbon Economy, um den Klimawandel noch managen zu können. Diese riesige Disruption muss begleitet sein von einer Sicherheit für die einzelnen Menschen.

Balthasar Glättli 04.05.201615:14

Albert Wenger: Automation ist ein wichtiger Faktor für den Fortschritt – aber wir müssen die Leute tatsächlich auch befreien, und wenn man nicht weiss, wie man seine Ausgaben bezahlen soll, dann ist man nicht frei. Nur wer freie Entscheide treffen kann, ist frei.

Allerdings ist ein Grundeinkommen von zB 2500 Franken wie in der Schweiz von den Initianten vorgeschlagen noch nicht die Befreiung…

Balthasar Glättli 04.05.201615:11

Robin Chase: Wir müssen darüber nachdenken, wie man den Nutzen der Netzwerkeffekte zurückführen können zu denen, die das Netzwerk ausmachen – also uns.

Balthasar Glättli 04.05.201615:06

Natalie Foster: Man muss aufzeigen, welche Vorteile solche Arbeits-/Sharing-Plattformen bringen und die Gesellschaft entsprechend sensibilisieren.

Balthasar Glättli 04.05.201615:04

Robin Chase: Die Veränderung ist Tatsache. Und unsere Aufgabe sollte sein, die bevorstehende hohe Arbeitslosigkeit zu vermeiden und ein Umdenken zu bewegen.

Balthasar Glättli 04.05.201615:01

Albert Wenger: Die Grundlage unserer Gesellschaft ist der Aus- und Aufbau von Wissen. Heute ist es einfacher, Innovationen zu verwirklichen. Auf dem Mikrolevel ist sehr viel los.

Balthasar Glättli 04.05.201614:59

Natalie Foster, Gründerin von oeers.com: Die Zukunft gehört den Arbeitsplattformen. Deshalb ist es wichtig, die Fragen wie die zum Grundeinkommen zur Sprache zu bringen.

Balthasar Glättli 04.05.201614:59

Natalie Foster, Grüderin von oeers.com: Mit der ganzen Entwicklung ist jedoch auch eine Unsicherheit verbunden. Die Sicherheit auf diesen Platformen sollte gewährleistet werden. Entsprchend müssen wir die Sozialpolitik überdenken.

Balthasar Glättli 04.05.201614:59

Natalie Foster, Grüderin von oeers.com: Mit der ganzen Entwicklung ist jedoch auch eine Unsicherheit verbunden. Die Sicherheit auf diesen Platformen sollte gewährleistet werden. Entsprchend müssen wir die Sozialpolitik überdenken.

Balthasar Glättli 04.05.201614:56

Natalie Foster, Gründerin von oeers.com: Die Zukunft gehört den Arbeitsplattformen. Deshalb ist es wichtig, die Fragen wie die zum Grundeinkommen zur Sprache zu bringen.

Balthasar Glättli 04.05.201614:54

Das Versprechen von Betsy Masiello, dass ihre Fahrer Arbeit um das Leben herum organisieren können und nicht ihr Leben um die Arbeit herum tönt auf den ersten Blick spannend. Aber auch ziemlich optimistisch…

Balthasar Glättli 04.05.201614:52

Betsy Masiello von Uber sagt, der grösste Prozentsatz ihrer Fahrer hat einen normalen Nebenjob, sie nutzen die Plattform-Oekonomie um etwas zusätzliches Einkommen zu erarbeiten. Sie fahren weniger als 10h pro Woche.

Kommentar: Genau das ist aber eine wesentliche Frage: wenn die Netzwerkökonomie normale Arbeitsplätze in einem massiven Umsatz ersetzt, dann werden diese “Erstjobs” nicht mehr existieren. Und die Abhängigkeit von einer grossen Plattform ist viel grösser als jene von einem klassischen Arbeitgeber.
Balthasar Glättli 04.05.201614:48

Natalie Foster (USA), peers.org sagt die normale Arbeit und Karriere ist tot: “Mein Vater hatte einen Job in seinem Leben, ich sechs, und meine Kinder sechs gleichzeitig.”

Balthasar Glättli 04.05.201614:46

Wir haben wieder gestartet. Nun “Entrepreneur-Podium: Disruptive Arbeit”.

Balthasar Glättli 04.05.201613:25

Nun Mittagspause… in einer guten Stunde geht es wieder los. Ich schliesse den Laptop bis dann.

Balthasar Glättli 04.05.201613:25

Balthasar Glättli 04.05.201613:24

Daniel Häni: Wir müssen die existierende Existenzangst aus der Gesellschaft raus bringen. Denn sie blockiert.

Alfred Wenger: Das grösste Problem, das wir haben, ist, dass Politiker wie Trump das alte System retten wollen. Dabei müsste es darum gehen, ein neues System für die Zukunft zu entwickeln.
Balthasar Glättli 04.05.201613:18

Was passiert nach der Abstimmung zum Grundeinkommen?

Daniel Häni: Die Volksabstimmung ist wie der Trailer zu einer weltweiten Bewegung mit dem Trailer-Ende “Coming soon” 🙂
Myke Näf: In der neuen Arbeitsstruktur wird es mehr Sicherheit geben.
Dirk Helbling: Die Gesellschaft, die Politik, die Wirtschaft, alle müssen sich mit den neuen Herausforderungen auseinandersetzen, egal ob das Grundeinkommen kommt oder nicht.
Balthasar Glättli 04.05.201613:15

Welchen Begriff von Arbeit brauchen wir, um diese grosse Transformation selbst zu meistern?

Daniel Häni: Wir müssen unterscheiden zwischen Quantität und Qualität bei den technischen Entwicklungen. Wen wir definieren können, was wir qualitativ benötigen, dann können wir auch über die neue Art Arbeit diskutieren.
Dirk Helbling: Wir sollten uns klar werden über unsere Ziele und dann die Technologie entsprechend nutzen.
Alfred Wenger: Wir brauchen die kollektive Diskussion über diese Ziele. Die zentrale Frage ist die Aufmerksamkeit, womit verbringen wir unsere Zeit? Die Menschen brauchen mehr Zeit, um sich mit den heutigen Problemen auseinanderzusetzen.
Balthasar Glättli 04.05.201613:08

Frage aus dem Publikum: Was gibt man den nächsten Generationen mit?

Dirk Helbling: In Zukunft wird wichtig sein, programmieren zu können, und kreativ zu sein, um die vorhandenen Möglichkeiten zu nutzen und die Veränderungen zu adaptieren. Entsprechend muss die Ausbildung angepasst werden.
Daniel Häni: Die Fähigkeit Nein sagen zu können wird wichtig.
Myke Näf: Das Bildungssytem braucht mehr Freiheiten. Es sollen nicht mehr alle “gleichgeschaltet” werden.
Alfred Wenger: Es muss auch in der Schule wichtiger darüber nachzudenken, warum mache ich das, was ich tue. Dabei steht das selbstständige Lernen im Vordergrund.
Balthasar Glättli 04.05.201613:00

Daniel Häni: Den Maschinen fehlt die Empathie und das politische Wesen.

Balthasar Glättli 04.05.201612:59

Alfred Wenger: Die Beziehung zwischen zwei Menschen unterscheidet uns von Robotern. Wir müssen aber lernen wertschätzen, was ein Mensch für uns macht.

Balthasar Glättli 04.05.201612:58

Alfred Wenger: Eine wichtige Frage ist und bleibt: beherrschen wir die Technik oder die Technik uns?

Balthasar Glättli 04.05.201612:57

Dirk Helbling: Wir müssen unsere Wirtschaft in eine Kreislaufwirtschaft umzuwandeln, da uns in Zukunft die Ressourcen fehlen. Die digitale Gesellschaft muss die Technologien sinnvoll einsetzen.

Balthasar Glättli 04.05.201612:55

Die Hälfte unserer Volkswirtschaft müssten wir neu denken. Was heisst das denn?

Alfred Wenger: Wir sollten darüber nachdenken, was für uns welchen Wert hat. Dies sollten auch Unternehmen machen. Dort, wo Menschen Werte erwarten, wird auch nicht zwingend das Technische die Arbeit übernehmen.
Balthasar Glättli 04.05.201612:52

Daniel Häni: Die zwinglianischen Tugenden der Abreit brauchen wir in Zukunft nicht mehr. Die neuen Tugenden sind Kreativität, Eigeninitiative, Aufmerksamkeit und die eigene Wahrnehmung.

Balthasar Glättli 04.05.201612:49

Dirk Helbling: Wir befinden uns in der Mitte einer digitalen Transformation. Die ENtwicklungen kreieren sehr viele neue Möglichkeiten, die mit Sicherheit einen Umbruch mit sich bringen werden. Fast alles könnte durch Algorhythmen ersetzt werden, so z.B. auch die Verwaltung. Wir müssen entsprechend die halbe Volkswirtschaft neu erfinden. Entsprechend brauchen wir ein Umfeld, das Sicherheit bietet und den Menschen erlaubt, zu experimentieren. Denn wir wissen noch nicht, wie alle diese neuen Jobs aussehen werden.

Balthasar Glättli 04.05.201612:45
Albert Wenger: Es gibt heute überall in der Welt Start-ups. Zum Beispiel haben wir vor kurzem in in eine estische Firma namens trabbatical investiert. Man nimmt sich eine Auszeit der Arbeit indem man an einem anderen Ort arbeitet. Es tit sich also viel und dies auf der ganzen Welt
Balthasar Glättli 04.05.201612:43

Frage an Myke Näf: Wo sind Möglichkeiten und Grenzen in der Schweizer Start-up Szene?

In den letzten Jahren ist Vieles in Gang gekommen. Doch die Schweiz liegt Silicon Valley Generationen zurück, es fehlt an entsprechender Erfahrung.

Frage: Was ist der Schwerpunkt im Bereich Arbeit?

Die Skalierungsgrade werden immer krasser die Ressourcen werden je länger je globaler bezogen.

Balthasar Glättli 04.05.201612:40

Jetzt in der Bibliothek: Podium zur Zukunft der Arbeit mit

Daniel Häni (CH), Unternehmer und Mitinitiant der Schweizer Volksinitiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen
Dirk Helbing (CH), Professor ETH
Albert Wenger (USA), Union Square Ventures
Myke Näf (CH), Doodle
Balthasar Glättli 04.05.201612:28

Rick Wartzmann: Reuther hatte gegen die Opposition in den 50er-Jahren jedoch keine Chance.

Balthasar Glättli 04.05.201612:25

Rick Wartzmann: Reuther führte das Grundeinkommen ein, um auf das politische System Druck zu machen, um die Diskussion anzukurbeln.

Balthasar Glättli 04.05.201612:16

Rick Wartzmann referiert über die Geschichte von garantiertem Lohn und Einkommen anhand des Beispiels von GM in den USA.

Balthasar Glättli 04.05.201612:12

Die Frage kommt auf, wie Menschen mit der Strukturlosigkeit zurecht kommen sollen, wenn sie einfach Geld erhalten.

Antwort Enno Schmidt: Das Grundeinkommen ist keine Problemlösung, sondern zeigt die Probleme auf. Es ist entsprechend ein Prozess. Denn ist das heutige Arbeitssystem nicht auch anerzogen, eine Gewohnheit? Das bedingungslose Grundeinkommen macht Menschen fähig, diesen Änderungsprozess mitzutragen.
Balthasar Glättli 04.05.201612:10

Jetzt in der Bibliothek: Rick Wartzman (USA), Drucker Institute

Balthasar Glättli 04.05.201612:05

Die Frage kommt auf, wie Menschen mit der Strukturlosigkeit zurecht kommen sollen, wenn sie einfach Geld erhalten.

Antwort Enno Schmidt: Das Grundeinkommen ist keine Problemlösung, sondern zeigt die Probleme auf. Es ist entsprechend ein Prozess. Denn ist das heutige Arbeitssystem nicht auch anerzogen, eine Gewohnheit? Das bedingungslose Grundeinkommen macht Menschen fähig, diesen Änderungsprozess mitzutragen.
Balthasar Glättli 04.05.201611:59

ZWISCHENRUF: von der anderen Session berichte ich parallel auf Twitter… https://twitter.com/hashtag/fow?f=tweets&vertical=default&src=hash

Balthasar Glättli 04.05.201611:58

Enno Schmidt: Es ist wichtig, dass man Ideen wie das bedingungslose Grundeinkommen als Kulturimpuls in die Gesellschaft trägt.

Balthasar Glättli 04.05.201611:57

Enno Schmidt: Einkommen und Arbeit muss separat voneinander gedacht werden. Das ist Aufklärung.

Balthasar Glättli 04.05.201611:56

Enno Schmidt: Wir bieten mit der Idee an, gemeinsam über die Zukunft nachzudenken. Das Ziel ist nicht das Mehrheitsresultat bei der Abstimmung, sondern die gemeinsame Diskussion.
Gegen kleine Horizonte ist es das beste Rezept, solche Diskussionen öffentlich ins Rollen zu bringen. In der Schweiz ist dies mit der direkten Demokratie möglich.

Balthasar Glättli 04.05.201611:54

Enno Schmidt: Das “Bedingungslose” ist wie ein schwarzes Loch. Man muss selber denken, wie man damit umgehen möchte. Es bringt viele Glaubensgrundsätze zum wanken.
Das “Geld verdienen” steht nicht mehr im Mittelpunkt. Jeder und jede kann sich die Zeit nehmen, wofür er sich einsetzen möchte.

Balthasar Glättli 04.05.201611:51

Enno Schmidt: Über dem Menschen steht keine höhere Wahrheit mehr, es wird nicht ehr gesagt, was ein Mensch zu tun hat. Mit der Bedingungslosigkeit steht kein System mehr über dem Menschen.

Balthasar Glättli 04.05.201611:48

Enno Schmidt: Das bedingungslose Grundeinkommen wirft bei allen sehr viele Fragen auf. Sie betreffen auch die Kultur, die Religion, die Bildung…
Doch wir alle müssen darüber nachdenken, denn wir alle wären davon betroffen.

Balthasar Glättli 04.05.201611:47

Enno Schmidt: Neu ist das “bedingungslose”, das Grundeinkommen kennen wir schon,

Balthasar Glättli 04.05.201611:46

In der Bibliothek jetzt: Enno Schmidt, Autor und Initiant der Schweizer Volksinitiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen


Balthasar Glättli 04.05.201611:45

Balthasar Glättli 04.05.201611:13

Balthasar Glättli 04.05.201611:11

It’s all about politics.

Balthasar Glättli 04.05.201611:11

Johnson stellt die Frage: Wer entwickelt das Art und Weise des Grundeinkommens das schlussendlich umgesetzt wird?

Balthasar Glättli 04.05.201611:09

Johnson: “Political decisions are rarely the product of noble and generous reason.”

Balthasar Glättli 04.05.201611:07

Balthasar Glättli 04.05.201611:06

Macht und Politik sind beeinflusst durch Ideen wie die des Grundeinkommens. Doch auch Ideen müssen sich an Regeln halten. Umso wichtiger ist es, die Pro und Contras des Grundeinkommens abzuschätzen und die entsprechenden Diskussionen zu führen.

Wenn man zum Grundeinkommen wechselt, dann gibt es kein Zurück mehr. Der Wechseln muss demnach gut überlegt sein.

Balthasar Glättli 04.05.201611:03

Die bestehenden Ängste: Dass durch die Entwicklungen “Parasiten” ein Spielfeld erhalten und Einfluss auf das politische System nehmen.

Balthasar Glättli 04.05.201611:03

Die bestehenden Ängste: Dass durch die Entwicklungen “Parasiten” ein Spielfeld erhalten und Einfluss auf das politische System nehmen.

Balthasar Glättli 04.05.201611:01

Es ist wichtig, den sozialen und politischen Widerstand gegen neue technologische Innovationen ernst zu nehmen und abzubauen. Denn die neuen Entwicklungen ermöglichen neue Jobs. Wir sollten mehr auf ein Miteinander als ein “Gegen das Silicon Valley” setzen.

Balthasar Glättli 04.05.201610:58

Fronm’s psychologische Perspektive:
Der soziale Kontext muss aufgewertet werden, da heute nicht mehr zwingend der Wert der Arbeit bezahlt wird, den sie eigentlich hätte. Es braucht neue Perspektiven für die Menschen.

Balthasar Glättli 04.05.201610:55

Wer will das Grundeinkommen und warum?
Bereits MArtin Luther King plädierte für soziale Rechte, die weiter gehen als heute.

Balthasar Glättli 04.05.201610:52

Er zitiert Paul Krugman, der von sozialen Konstrukten spricht, die sich anpassen und neu definiert werden müssen.

Balthasar Glättli 04.05.201610:51

Die Herausforderung ist, die Balance zu halten. Die Balance zwischen der technischen Entwicklung und der sozialen Sicherheit, den Ansprüchen der Menschen.

Balthasar Glättli 04.05.201610:48

Nun ist Robert Johnson (USA) vom Institute for New Economic Thinking an der Reihe.

Balthasar Glättli 04.05.201610:47

Ich übergebe jetzt das Livebloggen an Sophie…

Balthasar Glättli 04.05.201610:43

Balthasar Glättli 04.05.201610:41

Bruno S. Frey outet sich als massiver Fan der direkten Demokratie. Er meint, dass die Initiative zum Grundeinkommen – wie andere Fragen, die direktdemokratisch gestellt werden – zu einem Interesse am Thema geführt haben, das der Debatte sehr zuträglich ist.

Balthasar Glättli 04.05.201610:35

Frey meint, die Politiker hätten ein Problem mit Initiativen… allerdings muss ich korrigieren: das gilt nicht für alle. Vergleiche mein Votum zur Grundeinkommens-Initiative, in dem ich sagte, genau dafür, fürs Stellen von Fragen, die sonst nicht auf die Agenda kommen, ist das Initiativrecht wirklich da. Zum Video.

Balthasar Glättli 04.05.201610:35

Frey meint, die Politiker hätten ein Problem mit Initiativen… allerdings muss ich korrigieren: das gilt nicht für alle. Vergleiche mein Votum zur Grundeinkommens-Initiative, in dem ich sagte, genau dafür, fürs Stellen von Fragen, die sonst nicht auf die Agenda kommen, ist das Initiativrecht wirklich da. Zum Video.

Balthasar Glättli 04.05.201610:33

Nun kommt Bruno S. Frey, den “Glücksokonomen” aufs Podium. Er spricht über direkte Demokratie – und bringt das Beispiel, dass 73% der Zürcher Stimmberechtigten dem Opernhauskredit zustimmten, obwohl 92% der Menschen nie in die Oper gehen. Es geht also nicht nur um “Selbstintresse” – der Stimmbürger ist kein reiner Homo Oeconomicus. Was heisst dies für die Abstimmung zum Grundeinkommen am 5. Juni?

Balthasar Glättli 04.05.201610:27

Wenger schliesst mit dem drängenden Hinweis auf eines der grössten Probleme, das wir lösen müssen – den Klimawandel.

Balthasar Glättli 04.05.201610:25

Wenger: Die grossen Transformationen sind von Technologie getrieben. Aber wir müssen ein soziales System bauen, das darüber entscheidet, was wir aus dem technologischen Potential machen, als Gesellschaft. Die Transformation vom Agrarzeitalter zum industriellen Zeitalter haben wir mega schlecht gemanaged. Nun stehen wir mitten in einer neuen Transformation. Und darum sind wir hier. Um darüber zu diskutieren, wie wir diese Transformation als Gesellschaft besser bewältigen!

Balthasar Glättli 04.05.201610:22

Wenger: Technologische Entwicklung ist oft nichtlinear… lange scheint etwas unmöglich. Und in wenigen Jahrzehnten oder gar Jahren ist es Alltag. Denken wir ans Fliegen. Oder an selbstlenkende Autos. Seine Thesen folgen stark denjenigen von Jeremy Rifkin in Null-Grenzkosten-Gesellschaft.

Balthasar Glättli 04.05.201610:15

Albert Wenger (Union Square Ventures – eine Venture Capital Firma, die früh zB in Twitter investierte) vergleicht den Apple II mit Rasperry Pi – eine Million mehr Rechenleistung für das Geld. Eine Revolution, die man sich gar nicht plastisch vorstellen kann. Ein solcher Wandel ist in den meisten anderen Bereichen nicht vorstellbar.

Balthasar Glättli 04.05.201610:09

Armin Steuernagel: Die Frage ist, wie können wir das Individuum stärken, damit es jederzeit die Möglichkeit hat, Nein zu sagen – um das Kräfteverhältnis, das früher ggü. dem Arbeitgeber durch kollektive Organisation (Gewerkschaften) geschaffen werden konnte, mutatis mutandis ins neue Zeitalter der Plattformökonomie zu retten.

Balthasar Glättli 04.05.201610:01

Balthasar Glättli 04.05.201610:00

Tweets zur Veranstaltung finden sich unter dem Hashtag fow

Balthasar Glättli 04.05.20169:58

Bosshard: Die grösste Bedrohung ist nicht künstliche Intelligenz und intelligente Maschinen sondern dumme Menschen. Darum ist Bildung wichtiger denn je. Die junge Generation braucht einen Rucksack, der ihnen hilft, eine konstruktive Rolle in der Gesellschaft zu spielen.

Balthasar Glättli 04.05.20169:52

Bosshard: Wir müssen verstehen, dass wir nicht als Menschen vorab KonsumentInnen sind, sondern Macher, Gestalter!

Balthasar Glättli 04.05.20169:51

Bosshard fragt (treffend) wie kommen wir dazu, dass das garantierte Mindesteinkommen nicht einfach eine kreative Antwort innerhalb der alten industriellen Logik ist, um genügend Nachfrage zu generieren?

Balthasar Glättli 04.05.20169:47

David Bosshard erwähnt im Intro das Framing der Debatte: Roboter und künstliche Intelligenz könnten in den nächsten 20 Jahren 50 Prozent der Arbeitsplätze ersetzen resp. überflüssig machen. Die “Gig Economy” wird normal, also kleine “on demand” Jobs, statt der üblichen Angestelltenverhältnisse. Die traditionellen Firmenstrukturen werden überholt, wir haben statt Arbeitgeber/Arbeitnehmer-Verhältnisse eher Vertragspartner.

Meine Frage: was ändert das an den Machtverhältnissen zwischen den den Arbeitenden und den Auftraggebern? Gibt es nur das Uber-Modell, oder könnte die neue digitale Firma auch als Kollektiv oder als Genossenschaft organisiert sein – sprich die Mitarbeitenden als Stakeholder, nicht als optimal Ausgebeuteten.
Balthasar Glättli 04.05.20169:47

David Bosshard spricht den Wandel von der Industriellen zur Digitalen Gesellschaft an: das Muster der Knappheit wird durch Überfluss ersetzt. Es geht nicht mehr um teuer oder günstig, sondern um günstig oder gratis. Bezahlt wird oft mit Daten, nicht mit Geld. Die Logik der Produzenten wird ersetzt durch die Logik der KonsumentInnen.

Ob es wirklich gelingt “magically more and more with less and less” zu schaffen und ob das aus ökologischer und menschlicher Sicht allerdings tatsächlich wünschenswert ist, das ist eine These, die Bosshard noch beweisen müsste. Immerhin gibt es materielle Limiten, wie Tim Jackson in “Wohlstand ohne Wachstum” ausgeführt hat. Mein Politblog dazu hier.
Balthasar Glättli 04.05.20169:42

David Bosshard erwähnt im Intro das Framing der Debatte: Roboter und künstliche Intelligenz könnten in den nächsten 20 Jahren 50 Prozent der Arbeitsplätze ersetzen resp. überflüssig machen. Die “Gig Economy” wird normal, also kleine “on demand” Jobs, statt der üblichen Angestelltenverhältnisse. Die traditionellen Firmenstrukturen werden überholt, wir haben statt Arbeitgeber/Arbeitnehmer-Verhältnisse eher Vertragspartner.

Meine Frage: was ändert das an den Machtverhältnissen zwischen den den Arbeitenden und den Auftraggebern? Gibt es nur das Uber-Modell, oder könnte die neue digitale Firma auch als Kollektiv oder als Genossenschaft organisiert sein – sprich die Mitarbeitenden als Stakeholder, nicht als optimal Ausgebeuteten.
Balthasar Glättli 04.05.20169:37

Die Veranstaltung startet, es gibt auch einen Livestream, der hier oben eingebunden ist oder direkt auf Youtube angeschaut werden kann:

Balthasar Glättli 04.05.20168:57

Unterwegs ins GDI nach Rüschlikon… gespannt bin ich u.a. auf die Diskussion um 11:20h zum Thema “Übersicht der Experimente zu Grundeinkommen” und die Keynote von Robert Reich um 13:30h, der das Grundeinkommen für unausweichlich hält. Das Programm findet sich hier.