In Kürze

Dieser Text erschien in der Kolumnenreihe „PERSÖNLICH“ im Tagblatt der Stadt Zürich am 16.6.2026.

Drei Wochen bin ich nun Vorsteher des Schul- und Sportdepartements. Viele Medien erwarteten, dass mich diese Departementszuteilung enttäuschen würde. Sie irren sich. Als Vater einer schulpflichtigen Tochter erlebe ich viele Themen der Volksschule auch aus der Sicht der Eltern. Und weiss darum aus erster Hand: die Schule ist wichtig und prägend für Kinder und Eltern. Und damit für die ganze Gesellschaft.

Mein Amt habe ich darum sehr motiviert angetreten. Es ist mit viel Verantwortung verbunden. Über 36 000 Kinder und Jugendliche besuchen unsere Schulen. Das sind fast so viele junge Menschen, wie der ganze Kanton Uri Einwohner*innen zählt! Und haben Sie gewusst, dass rund ein Drittel aller städtischen Mitarbeitenden im Schul- und Sportdepartement arbeitet? Alleine 500 im Sportamt!

Unsere Mitarbeiter*innen im Schul- und Sportdepartement sind für viele Menschen das Gesicht von Zürich.
Stadtrat Balthasar Glättli, Vorsteher Schul- und Sportdepartement

Man kann zu Recht sagen: Unsere Mitarbeiter*innen sind für viele Menschen das Gesicht von Zürich. Ich bin ihnen dankbar, dass es ein kompetentes, engagiertes und freundliches Gesicht ist!

Die Schule soll auch in finanziell angespannteren Zeiten innovativ und inklusiv bleiben. Die Weiterentwicklung der Tagesschulen wird uns die nächsten Jahre beschäftigen. Mir ist es dabei wichtig, die Anliegen von Kindern, Jugendlichen, Eltern, von Kund*innen und Mitarbeitenden ernst zu nehmen, auch wenn ich weiss: Man kann es nie allen recht machen.

Mein Ziel ist klar: unsere Schüler*innen sollen ihren eigenen Weg finden und ihre Talente entfalten können. Für diese positive Entwicklung braucht es guten fachlichen Unterricht, aber auch soziale Beziehungen, Gesundheit, Bewegung und kulturelle Angebote.

Die Stadt Zürich lebt von ihrer Vielfalt. Diese ist Herausforderung und Bereicherung zugleich. Wir wollen allen Kindern faire Chancen bieten und sie bestmöglich auf ihrem Weg begleiten. In der Schule soll die gute liberale Überzeugung gelebt werden: dass Zukunft statt Herkunft zählt.

Stadtrat Balthasar Glättli,
Schul- und Sportdepartement