Randdaten der Kommunikation sind die Information, wer, wenn von wo aus mit wem kommuniziert hat. Diese Randdaten müssen in der Schweiz von jedermann ohne Verdacht sechs Monate auf Vorrat gespeichert werden. Diese Vorratsdatenspeicherung (VDS) stellt nach meiner Überzeugung eine massive Verletzung der Privatsphäre dar. In einer Visualisierung zeigte ich 2014, worum es bei der VDS geht. In der EU hat übrigens der Europäische Gerichtshof (EuGH) am 8. April 2014 die Vorratsdatenspeicherung ohne Verdacht klar als grundrechtswidrig kritisiert und die entsprechende Richtlinie ausser Kraft gesetzt. In der Schweiz dagegen stützen die Gericht bisher die VDS.

Zur Visualisierung im Vollbild

Realisiert von OpenDataCity. Anwendung steht unter CC-BY 3.0.

Kurzerläuterung zur Visualisierung

Links ist immer die Karte mit meinen Aufenthaltsorten. Unten die Zeitachse, wobei die Geschwindigkeit eingestellt werden kann. Es ist auch möglich, in der Zeitleiste mit der Maus nach rechts oder links ein bestimmtes Datum anzusteuern. Im Modus „Liste“ sind rechts meine Kommunikationen zu sehen. Von der Vorratsdatenspeicherung betroffen sind SMS (grün), Telefone (rot), Emails (grau). Zusätzlich wurden noch meine öffentliche Aktivitäten auf twitter (hellblau) und Facebook (dunkelblau) ergänzt. Die Namen der meisten KommunikationspartnerInnen sind hier bis auf wenige Personen, die das Einverständnis gegeben haben, zum Schutz von deren eigener Privatsphäre anonymisiert (Person Nr. 1, Parlamentarier/in, Ärztin, Anwalt). Natürlich werden aber in der Vorratsdatenspeicherung die tatsächlichen Rufnummern resp. Emails gespeichert! Im Modus „Kalender“ wird rechts ein Kalender eingeblendet, der farblich zeigt, wo ich mich – aufgrund der ebenfalls gespeicherten Mobiltelefon-Ortsdaten wann befunden habe (häufigste Aufenthaltsorte).