Balthasar Glättli (*1972) ist seit 2011 Nationalrat der Grünen aus dem Kanton Zürich. Im Dezember 2013 wurde er zum Fraktionspräsident gewählt und ist damit von Amtes wegen auch Mitglied der Geschäftsleitung der Grünen Schweiz. Er vertritt die grünen Anliegen in der Staatspolitischen Kommission (SPK-N), der Sicherheitspolitischen Kommission (SiK-N) und im Büro des Nationalrates.

Politisches Handeln prägte schon immer sein Leben. Bereits der Kantonsschule war er politisch aktiv, und in seiner Gemeinde gründete er als Jugendlicher den Verein „wum – welt umwelt mitwelt“ mit, wodurch die Grünen auf ihn aufmerksam wurden. In den 90er Jahren gründete er die Junge Grüne Alternative (die Vorgänger der Jungen Grünen) und engagierte sich medienwirksam als Sprecher der Initiativgruppe Zaf! Züri autofrei. Sein Aktivismus verhalf ihm 1998 ins Stadtzürcher Gemeindeparlament, wo er das Amt des Grünen Fraktionschefs bis 2004 inne hatte. Glättli studierte Philosophie und Germanistik und arbeitete danach je sieben Jahre im IT-Bereich und als Geschäftsführer der migrationspolitischen Organisation Solidarité sans frontières. Seit Jahren engagiert er sich auch auf verschiedenen Ebenen des Mieterinnen- und Mieterverbands.

Balthasar Glättli sitzt in ruhigen Minuten gerne auf der eigenen mit Gemüse bepflanzten Terrasse, trinkt dazu ein Glas Prosecco und liest Bücher wie “Empire – die neue Weltordnung”, “PostCapitalism” von Paul Mason oder „Wohlstand ohne Wachstum“ von Tim Jackson. Seine Lieblingsserien wie House of Cards schaut er über Netflix und stets begleitet ihn sein Smartphone. Der nervöse Blick auf die Smart-Watch (Gadget-Freak) gehört zu ihm wie die aufgestellte und herzliche Art im Umgang mit seinen Mitmenschen.

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